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freezy_hamburg

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  1. Und du sprichst schon von einem Bundesland mit einer relativ soliden Dichte an Eishockeyclubs. Mach das ganze mal hier in Norddeutschland... Ist ja das was ich im Grundkern meine, ein wichtiger Punkt ist die Förderung der Eltern. Denn hast du keine Eltern die die Mittel, Zeit und Lust haben das zu fördern dann wird der Weg natürlich zwangsläufig eher zum alltagsfreundlicheren Fussball/Handball/Basketball führen. Und jeder der mal eine Hockeytasche hatte in einer Wohnung ohne Balkon/Terrasse/Schuppen weiß, wie undankbar der Sport auch im Alltag sein kann...
  2. Da magste sicher mit einigem Recht haben, das rot markierte ist aber tatsächlich ein Problem. Im Grunde müsste man einfach viel mehr junge Kinder in frühem Alter dazu bringen mit dem Eishockey zu beginnen. Das scheitert zum Einen an der mangelnden Anzahl von Eishallen die dann auch oft noch beschissene freie Zeiten haben aber auch an anderen Dingen. Sieht man ja schon daran, dass viele Oberligateams schon kaum noch Trainingszeiten haben oder oftmals auch zu beschissenen Spielzeiten aufs Eis müssen, wobei das mittlerweile etwas besser geworden ist. Jetzt aber mal zu dem rot markierten: Eishockey ist tatsächlich viel viel teurer in der Summe als Fußball. Im Kindesalter sind Schuhe und Schutzausrüstung für den Fussballer doch Peanuts im Vergleich zu dem, was Elternteile löhnen müssen um ihr Kind fürs Eishockey auszurüsten. Gerade wenn man überlegt, wie oft man Teile davon neu braucht wenn man mal wieder rausgewachsen ist. Denn mit Schlittschuhen und Schläger ist es halt nicht getan. Da sind schnell mal mehrere hundert Euro übern Tresen gegangen um den Sprössling sicher einzukleiden. Dazu kommen Wege die neben einem enormen Zeitaufwand halt auch extreme Spritkosten mit sich bringen. Ich sehe es bei uns im Verein schon beim Inline-Hockey, da werden Wege gerissen die sind nicht feierlich. An einem Sonntag Abend einfach mal für ein Auswärtsspiel 200 KM Anreise, im Fussball undenkbar wo in jedem Dorf drei Vereine im Umkreis von 10 km spielen. Die in der Regel deutlich höheren Beiträge im Verein für Eis/Inline-Hockey noch außer acht gelassen. Kosten- und Zeittechnisch ist Fussball aber definitiv ein Segen für alle Eltern deren Kinder Sport betreiben wollen. Gerade wenn man sich nicht im Süden Deutschlands befindet. Zu den sportlichen Themen: Sind wir doch mal ganz ehrlich, eine AL Reduzierung macht nur Sinn, wenn sich wirklich alle bewusst darüber sind, dass das Niveau der Liga rapide sinken wird. Die guten Deutschen werden von der sportlichen Oberschicht abgeschröpft, die Qualität die viele kleinere Teams verpflichten können ist dann aber auch schon zu schwach um in der DEL mitzuhalten. Ich sehe hier in Hamburg kein Profieishockey mehr, aber wenn man sich anguckt wie "entwickelt" hier viele Spieler ankommen wundert es mich nicht, dass DEL Teams lieber nach Nordamerika gucken und auf ein gutes Amt mit schneller Passausstellung hoffen. Und auch hier spielen Spieler, die früher mal in DEL Clubs ausgebildet worden sind. Das alles wird sich auch nicht ändern, solange man nicht einen so hohen Output an guten Spielern hat, dass es sich lohnt diese einzusetzen. Und dafür bräuchte es mehr Eis, mehr hauptberufliche Trainer im Nachwuchs, eine bessere Förderung der Eltern und halt auch der Anreiz überhaupt mal an Eishockey zu denken. Da helfen so Resultate wie bei Olympia mit Sicherheit, aber ich würde wetten, die wenigsten Kinder die neu anfangen mit dem Eishockey kommen zum Eishockey als Neulinge. Bei den meisten wird irgendwo in der Familie ein Bezug zum Eishockey bestehen... Wäre ich nicht als Kind mal in Rosenheim zum Eishockey gegangen und hätte dadurch den Weg zum Pondhockey hier in Hamburg gefunden, hätte man hier in Norddeutschland halt kaum etwas mitbekommen von dem Sport und ich hätte wohl nie eine so große Liebe zum Sport entwickelt (ich glaube übrigens auch, dass man über Pondhockey eigentlich ein gutes Potential hätte um junge Kids vom Sport zu begeistern, leider haben wir hier außerhalb Bayerns ja kaum entsprechende Winter). Wenn man ehrlich ist, ich sehe nicht, dass wir in Deutschland diese Probleme in absehbarer Zeit in den Griff bekommen. Dafür ist es halt noch immer eine Nischensportart. Man sollte sich dran gewöhnen, dass die guten Talente alle so früh wie möglich den Weg nach Nordamerika suchen werden und daher nicht in der DEL auftauchen werden. Von daher macht eine AL Reduzierung wenig Sinn und die Diskussion um eingebürgerte Spieler wird noch ewig so weitergehen...
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