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Teamcheck der bayrischen Mannschaften

München ist Topfavorit, Nürnberg kann überraschen

Der EHC München geht als klarer Topfavorit in die am Wochenende beginnende 23. Spielzeit der DEL. Mit 13 Millionen Euro Etat ist der Titelverteidiger nicht nur finanziell Spitze, auch personell ist der Kader der wohl spektakulärste der Liga. Unsere Saisonvorschau, Teil eins.

Von: Achim Hofbauer

Umbrüche wie in den vergangenen Jahren gibt es diesmal nicht in der Landeshauptstadt – nur fünf neue Spieler muss Meistertrainer Don Jackson integrieren. Und die sind nicht ohne. Der ohnehin schon starke Sturm der Münchner bekommt nämlich hochkarätigen Zuwachs. Aus Iserlohn kommt der stetige Unruheherd Brooks Macek. Jon Matsumoto, der letztes Jahr Topscorer für Augsburg war, ist ebenfalls an der Isar gelandet. Nach dem Aus der Hamburg Freezers kam zudem wohl der Königstransfer in dieser Saison zustande: Nationalstürmer Jerome Flaake läuft ab sofort im Münchner Trikot auf - ein klassischer Powerstürmer mit gutem Näschen für Tore und für die Gegner nur schwer zu greifen.

Ein Routinier fürs Grobe

Damit hinten nichts anbrennt, haben die Münchner einen richtigen Routinier geholt: Deron Quint. Mittlerweile 40 Jahre alt ist der Verteidiger, der bei den Eisbären Berlin schon einige Meisterschaften feiern konnte und dort immer eine wichtige Stütze in der Mannschaft war. Der schnellste ist er zwar nicht mehr, aber was er am Puck macht, das hat immer noch Hand und Fuß. Und die Routine des Amerikaners, der 463 Spiele in der NHL und über 350 in der russischen KHL bestritt, haben nicht viele in der Liga.

Konkurrenz aus Köln, Mannheim und Berlin

Meister München hat im Vergleich zur letzten Saison also nochmal zugelegt. Es gibt aber durchaus Teams, die dem Meister gefährlich werden können. In erster Linie sind das Köln und Mannheim. Aber auch die Eisbären Berlin haben sich im Sommer ordentlich verstärkt. Sie waren den Münchnern ja letztes Jahr in der Hauptrunde schon dicht auf den Fersen.

Geheimtipp: Nürnberg Ice Tigers

Ein Geheimtipp könnte Nürnberg sein. Die Schwachstelle der letzten Saison war die Verteidigung. Und von der ist nicht mehr viel übrig geblieben. Nur zwei Verteidiger des Vorjahres stehen noch unter Vertrag, der Rest ist neu. Laut Sportchef Martin Jiranek war es das Ziel eine körperlich präsentere und schussgefährlichere Defensive hinzubekommen. Ein Ziel, das mit der Rückkehr von Brett Festerling und dem defensivstarken Neuzugang Colten Teubert, gelungen sein dürfte.

Im Sturm stellen die Ice Tigers seit Jahren die stärkste Reihe der Liga. Patrick Reimer, Yasin Ehliz und der mittlerweile 40 Jahre alte Steven Reinprecht sorgen für Tore am Fließband. Und jetzt kommt noch einer dazu, der weiß wo die Kiste steht. Andrew Kozak hat letzte Saison in Österreich unglaubliche 40 Tore in 52 Partien erzielt. Sollte er in der DEL ähnlich einschlagen, dann hat er ohne Zweifel das Zeug zum Publikumsliebling. Und sollten die Torleute Reimer und Jenike endlich mal von Verletzungen verschont bleiben, dann wären die Nürnberger durchaus ein Team, das oben ranschnuppern kann.

Kleine Brötchen in Ingolstadt, Augsburg und Straubing

Die Straubing Tigers müssen nach einer sehr erfolgreichen Saison einen großen personellen Umbruch verkraften. Sie sind deshalb ebenso eine "Wundertüte" wie der ERC Ingolstadt und die Augsburger Panther. Unsere Saisonvorschau, Teil zwei.

Spannend ist die Situation beim ERC Ingolstadt. Der Meister von 2014 hat in der letzten Saison eine böse Bauchlandung erlitten. Mit Ach und Krach schafften es die Panther in die Preplayoffs und flogen dort gegen Straubing raus. Der Sommer verlief unruhig. Erst überwarf sich Trainer Kurt Kleinendorst mit Sportboss Jiri Ehrenberger und ging, dann wollte auch noch Toptorjäger Brandon Buck weg – die russische KHL lockte mit viel Geld. Doch Ingolstadt konnte einen Wechsel unterbinden und legte in der Offensive ordentlich nach.

DEL-Saisonstart "Wundertüten" aus Ingolstadt, Straubing und Augsburg

Die Verträge der enttäuschenden Vorjahresstürmer Brian Lebler und Tomas Kubalik wurden aufgelöst. Stattdessen kamen aus Hamburg zwei Nationalstürmer: Martin Buchwieser, den viele noch aus München kennen, und der die letzten Jahre viel dazugelernt hat, und Thomas Oppenheimer, ein harter Arbeiter, der mit wenigen Chancen auskommt. Zusammen mit Petr Pohl dürften die Panther mehr Torgefahr ausstrahlen als in der Vorsaison. Auch, weil mit Daryll Boyce ein trickreicher Kanadier mit reichlich Torinstinkt dazukommt. Die Ingolstädter, die ja mit Timo Pielmeier einen der besten Torhüter unter Vertrag haben sollten ein Kandidat für die Playoffs sein – wenngleich es spannend zu beobachten sein wird, wie der neue Trainer Thommy Samuelson in seiner ersten DEL-Saison zurechtkommt.

Augsburg peilt Preplayoffs an

In Augsburg und Straubing, zwei der ärmsten DEL-Klubs, war mal wieder Umbruch angesagt. Und der traf besonders Augsburg hart. Zehn Neue musste Sportchef Duanne Moeser holen. Und einige der Abgänge taten richtig weh. Die beiden besten Stürmer Matsumoto und Mancari etwa gingen zur Konkurrenz. Aber, und da ist sich Duanne Moeser sicher: Man kann trotzdem ein Wörtchen mitreden in der Liga. Vor allem die Defensive wurde verstärkt, und im Sturm gibt’s einen Neuzugang, der eine der ganz großen Attraktionen in der Liga werden könnte: Evan Trupp, ein kleiner wuseliger Kanadier, den sich die Fans wie eine Mischung aus Dale Derkatch und Blaine Down vorstellen können. Explosiv, wuslig, giftig. Einer der Spaß macht. Die Preplayoffs könnten tatsächlich klappen für die Augsburger, denn Schwenningen und Liganeuling Bremerhaven etwa sind deutlich schwächer besetzt.

Straubing: Mitchell fängt wieder fast von vorne an

Larry Mitchell muss elf neue Spieler integrieren.

Ob Straubing an seinen Vorjahreserfolg anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Lange waren die Niederbayern Tabellenführer, und schafften es völlig überraschend ins Viertelfinale. Doch von dieser Mannschaft ist nicht mehr viel über. Elf Neue sind gekommen, und Leistungsträger wie Blaine Down oder Raubein Sean O´Connor weg. Allerdings: Trainer Larry Mitchell hat schon öfter bewiesen dass er mit wenig Geld Großes erreichen kann. Sein Netzwerk in Nordamerika ist weit verzweigt, und es dürften wohl einige Überraschungen auf die Fans warten, wenn die neuen erstmals in der Liga zu sehen sind. Toptransfer der Straubinger ist in diesem Jahr Jeremy Williams, ein Kanadier mit NHL Erfahrung. Auch hier sollten die Preplayoffs machbar sein.

Neue Regeln und ein neuer Klub: Bremerhaven

Neu in der Liga sind nach dem Aus der Hamburg Freezers die Fischtown Penguins aus Bremerhaven. Eine klassische Wundertüte, deren Trainer Thomas Popiesch allerdings als Spieler einen torgefährlichen und aggressiven Spielstil liebte – vermutlich wird er es auch als Trainer so versuchen.

Und eine Regeländerung gibt’s auch noch in dieser Saison. Sollte es nach der regulären Spielzeit unentschieden stehen, geht es in die Verlängerung. Da wird dann aber nicht mehr mit 4 Feldspielern pro Team gespielt – sondern mit drei. das schafft mehr Räume auf dem Eis, und soll zu mehr Torchancen führen. Neu ist zudem Folgendes. Sollte eine Mannschaft eine Strafzeit in der Verlängerung kassieren, bleiben drei Feldspieler auf den Eis – der Gegner darf dann aber einen vierten Mann bringen. der Druck wächst also enorm.

http://www.br.de/themen/sport/inhalt/eishockey/del-saisonvorschau-teil-zwei-100.html

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