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Bubba

[Altes Thema | geschlossen ] DEL Finale [1] EHC Red Bull München - [5] Grizzlys Wolfsburg

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vor 41 Minuten schrieb CroKaas:

Ich finde die Antwort komplett unnötig. Aber sieht wohl so aus, wenn einem die Argumente ausgehen, bzw man nichtmal direkt zum Start welche hat. 

So schlimm ist die Antwort nun auch nicht.

Auch finde ich es diskutabel ob der Vergleich passt, dass es dasselbe ist seinem Team einen Englischen Tiernamen zu verpassen und das Team komplett an eine Firma zu verkaufen.

Ich gebe dir, oder euch, ja auch Recht. Das System ist so und ich werfe keinem vor sich in diesem System bestmöglich zu positionieren, sprich meistmöglich Geld zu aquirieren, egal wie. Doch das System, darf man schon kritisieren.Waren es frueher Vereine die sich getroffen haben, wurden sie irgendwann durch Zuschaueeinnahmen unterstuetzt und dann durch Sponsoren. Heute unterstuetzen die Sponsoren nicht mehr, sondern besitzen die Clubs. Es wird immer mehr ein Produkt und verliert seinen ideelen Wert. Gerne können wir das auch am Beispiel Nuernberg machen, nicht das es heist ich habe eine Vereinsbrille auf. Ohne Sabo gäbe es die icetigers nicht mehr, richtig. Aber ohne diesen Wettkampf zwischen Firmen die den Sport als Produktplatzierung hernehmen (RedBull), Mäzenen die sich einen Traum erfuellen wollen (Nuernberg, Köln) und Firmen die sich Teams als permanenten Hallenmieter leisten (Berlin) wäre die Liga vielleicht auch ein bisschen spannender. Wenn diese genannten Akteure nicht mehr wollen heist es dann tschuess. Siehe Hamburg. Straubing könnte den ein oder anderen Sponsorgen ausfall verkraften, Nuernberg nicht. Und wenn es immer heist, Tradition ist nichts Wert, so möchte ich nur mal auf die Jugendteams verweisen. Es sind doch vornehmlich immer noch viele kleine Traditionsteams im Bayrischen Voralpenland (Tölz, Riessersee, Fuessen) die nach wie vor das Fundament des Deutschen Erfolgs und Misserfolgs bilden. Es gibt auch DEL Teams mit guter Nachwuchsarbeit (Köln, Mannheim, Belin), aber auch das sind Traditionsvereine wo es gewachsene Strukturen gibt. Ich möchte RB so Leid es mir tut an dieser Stelle auch mal loben, ein gutes Nachwuchskonzept ist immer mit dabei, wenn sie irgendwo wieder einen Profiverein aus dem Boden stampfen. Dennoch, wenn ich mir anschaue wie sich das Eishockey in Deutschland entwickelt, so geht kaum was vorwärts. Die Profimannschaften schon, weil wir Know-How, sprich Spieler zukaufen. Ich glaube man kann sich mittlerweile mit der Finnischen Liga in der Spitze messen, niemals aber mit deren Nationalmannschaft. Ganz einfach weil die Anzahl an Vereinen die hier Produkte sind gegenueber denen die traditionell arbeiten zurueckfallen. In den USA sind es zwar nicht die Teams selbst, sondern das aus öffentlicher Hand subventionierte Collegesystem. Gegenbeispiel Englands Profifussballliga. Wie viel haben die nochmal bekommen fuer ihren TV-Deal? 1 Mrd Euro? Wer steht aber im Viertelfinale der Chanpions League? Das Geld ist bisher nur in die Inflation gegangen. Höhere Gehälter+ Ablösesummen. Die Mäzene der Teams aber hauen blos Geld raus und versuchen den Erfolz zu erzwingen, nicht ihn aufzubauen.

Lange Rede kurzer Sinn. Eishockey rein als Event und Produkt bringt uns nicht vorwärts. Nur Tradition auch nicht. Ich glaube man muss das buendeln. Die Arbeit die an vielen kleinen Standorten geschieht wertschätzen und unterstuetzen anstatt zu belächeln. Dazu eine ordentliche Profiliga in der langfristiger Erfolg aufgebaut wird und nicht in einem Wettruesten erzwungen werden soll.

So ist jetzt doch lang geworden und ist natuerlich subjektiv.

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Sponsoren sind mittlerweile aus dem Sport nicht mehr wegzudenken, ob es einem passt oder nicht.
Sich jedoch in völlige Abhängigkeit eines Sponsors zu begeben ist eine neue Dimension, die anscheinend aber auch nicht mehr wegzudenken ist.

Gerade heute hab ich noch gesagt, dass ich mich auch freuen würde wenn RedBull Iserlohn Deutscher Meister würde, aber es wäre ganz sicher ein völlig anderes und viel intensiveres erleben, wenn wir das unter den heutigen Voraussetzungen schaffen würden!
Sabo in Nürnberg ist sicher auch noch mal mit anderen Augen zu sehen, als RedBull in München, die Frage ist eigentlich nur wo fängt Sponsoring an und wo hört es auf, gibt es da feste Größenordnungen, ich denke nein...

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