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Townsend

[Altes Thema | geschlossen ] Woran krankt das deutsche Schiedsrichter-Wesen?

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Also ich denke schon, dass es in der DEL mitunter am meisten hakt bei den Refs im Vergleich zu anderen Ligen. Es vergeht fast keine Woche, in der ich mir nicht mindestens 3,4 Eishockeyspiele aus anderen Ligen anschaue...Egal ob NHL, SHL, Liiga oder CHL... und wirklich in 80-90% der Spiele fallen mir die Schiedsrichter nicht auf ! also haben sie viel richtig gemacht...

Klar wird hier rund da mal ein Abseits übersehen oder mal ein haken nicht geahndet, aber dafür ist, wie oben schon geschrieben, der Eishockeysport einfach zu schnell.

Meiner Meinung nach liegt es in der DEL zum einen an dem komplexen Regelwerk, bei dem man als Schiedsrichter auch viel zu viel "Spielraum" hat ( da kann es dann im Endeffekt nur zu Problemen führen, weil sich eine Partei immer benachteiligt fühlt) und zum anderen aber auch einfach daran, dass viel zu kleinlich gepfiffen wird und die Schiedsrichter wirklich null LINIE erkennen lassen. Desweiteren ziehen halt einfach manche Refs eine unglaubliche Show ab und wollen dadurch aktiv ins Spiel eingreifen anstatt sich als stiller "Lenker" des Spiels zu sehen....

Schwierige Situation, ich möchte trotz allem kein Eishockeyschiedsrichter sein, denn leicht haben es die Jungs auf keinen Fall, das steht fest.....

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Geld: Ausbildung der Schiris
Eigenes Ego: es gibt da schon so ein paar Szenen
Spielentwicklung: Spiel wird schneller und die Spieler trickreicher
 

Kopitz..... Köttsdorfer....

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vor 2 Stunden schrieb Handschuh #33:


Manchmal siehst du tatsächlich aus einer anderen Perspektive das Foul besser, dass passt schon, die Bewertungen müssen nur einheitlich sein!

Ja das ist mir schon klar das es diese Situationen auch manchmal gibt wo der andre eine bessere Sicht drauf hat. Ich mein aber eher die Situationen wo es eher keine Strafe ist und sich der andre der weiter weg ist einmischt. die gibt es leider auch des öfteren.

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Die Schiedsrichter sind doch einfach ein leichter Sündenbock. Die Mannschaften können ihre eigenen Fehler durch Schiedsrichterkritik übertünchen, den Fans ist es auch recht, wenn der Schiedsrichter Schuld hat und nicht die eigene Mannschaft. Von den Schiedsrichtern wird schlicht Perfektion erwartet. Spielt ein Spieler einen Fehlpass, wird gemeckert oder sogar großzügig darüber hinweg gesehen. Übersieht der Schiedsrichter etwas, ist es eine Katastrophe und bösartige Verschwörung.

Selbst bei den finanziell üppig ausgestatteten Fußballern vergeht doch kein Wochenende, in denen nicht die Schiedsrichterentscheidungen die Medien dominieren.

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Wir sollten alle nicht vergessen, dass es in letzter Zeit mehr Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen gibt, weil sich halt auch jeder die Szenen angucken kann.

Szenen die man in der Halle vielleicht nicht mal mitbekommen hat werden so breitgetreten, weil man am Bildschirm eben anders sieht. 

Streicht doch mal hier im Forum alles an Schiridiskussion, was ohne Fernsehbilder nicht zustande gekommen wäre. Wären die Threads gleich viel "übersichtlicher"

 

Hauptproblem sind für mich eh nicht die ein oder andere krasse Fehlentscheidung (wir sind ja alle nur Menschen, in der Hitze des Gefechts macht jeder mal Fehler), sondern das Fehlen einer Linie.

Ganz schlimm wird es dann, wenn in einem Spiel eine Linie zu erkennen ist, diese dann aber irgendwann im Laufe des Spiels geändert wird (Beispiel: erst wird viel laufen gelassen, dann plötzlich kleinlich gepfiffen) oder eben wenn die beides Refs eine unterschiedliche Linie durchziehen wollen.

 

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Ich würde nicht sagen, dass das Schiedsrichterwesen im generellen schlecht ist.

Ich war nun länger nicht mehr in einer DEL Arena, aber noch zu Freezers Zeiten gab es auch einfach viele Leute die einfach keine oder nur wenig Ahnung hatten vom Regelwerk. Da wurde einfach pauschal bei jedem Check oder jedem Ausrutscher laut "hey" geschrien (natürlich nur wenn es gegen die Freezers ging, sonst war es selbstverständlich ein astreiner Check). Dementsprechend sah dann im Nachgang auch die Beurteilung aus. Ich glaube wenns danach gegangen wäre, hatten die Freezers in keinem Heimspiel einen guten Schiri, man wurde aber dauernd verpfiffen.

Das liegt zum einen sicher an den nicht gerade wenigen Regeln, aber ich würde wetten viele haben nicht einmal einen Blick ins Regelwerk gewagt und gehen einfach nach ihrem persönlichen Empfinden.

Natürlich gibt es jedes Spiel auch mal Szenen die nicht gesehen werden, solange dort Menschen pfeifen wird sich so etwas auch nicht verhindern lassen. So Entscheidungen wie von Hunnius im damaligen Skandalspiel vom ERC - HH sind Dinge die nicht passieren dürfen, alles andere lässt sich nicht völlig verhindern. Alles kann man aber auch nicht sehen, das tun selbst die NHL Schiedsrichter nicht und die sind zu großen Teilen hochbezahlte Vollzeitschiedsrichter. Auch dort denkt man manchmal, wie konnte man so eine Szene nicht sehen, ist doch eindeutig wenn man die Super-Slowmotion anguckt.

Ich pfeife selbst in einer anderen, aber verwandten Sportart, und es ist auch dort bei deutlich langsameren Tempo schon so, dass man ohne Zeitlupe nicht immer alles korrekt sehen kann. Man darf nicht vergessen, dass kein Schiedsrichter eine Zeitlupe hat, kein Spiel stehen bleibt bei einem Vergehen, es noch zig Spieler gibt die gerade ungünstig im Blickwinkel stehen könnten oder ein Schiedsrichter auch sein persönliches Maß einfließen lässt. Und dort gibt es in der Regel halt unterschiedliche Auslegungsformen, einige pfeifen konsequent alles, andere lassen eher mal laufen. Aber auch darauf kann man sich als Spieler einstellen. Richtig ist, dass Schiedsrichter schon früh in einem Spiel zeigen, welche Linie sie pfeifen wollen. Aber auch hier kann es dann je nach Spielverlauf schon dazu kommen, dass man deeskalierend dann doch kleinlicher pfeift als ursprünglich gewollt. Natürlich alles unter der Prämisse, damit Dampf aus dem Kessel zu nehmen und nicht alles hochzuschaukeln.

Was mich viel mehr wundert, wie oft irgendwie unterschieden werden soll ob man in einer OT Dinge laufen lässt die man sonst pfeift. Diese Diskussion habe ich noch nie verstanden, Foul ist Foul und da ist es völlig egal wann und wo dies geschehen ist. Verstehe ich auch beim Fussball nicht, wieso man dort in den ersten Minuten scheinbar der Meinung ist rote Karten sollten vermieden werden...

Fakt ist doch, nach einem Spiel bleiben sicherlich nicht die 98% richtigen Entscheidungen des Schiedsrichters im Gedächtnis, sondern die 2% die vielleicht auch anders gepfiffen hätten werden können und die ein Team nun lautstark breit tritt.

Ich persönlich habe höchsten Respekt wer sich diesen Stress antut, denn dankbar ist den Schiedsrichtern wohl keiner...

bearbeitet von freezy_hamburg

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Mein Senf dazu:

Ich habe keinen Vergleich zu anderen Ligen, ob es da ähnliche "Schwierigkeiten" gibt.

Nüchtern und auch mit einigem Abstand betrachtet sind die Schirileistungen in den letzten Jahren für mich "gefühlt" schon stabiler geworden. Ausreisser/Ausschläge gibt es immer wieder, aber im Grossen und ganzen...

"Fehlentscheidungen" die zu Toren oder dem Aberkennen von Toren führen sind natürlich immer folgenreich und werden sicherlich auch subjektiv anders wahrgenommen, kommen aber leider vor. (Ähnliches gilt bei Torwart"patzern").
Und da ich für mich in keinster Weise in Anspruch nehmen kann, die Regeln zu kennen, kann ich es eigentlich auch nicht objektiv beurteilen, ob die Entscheidung jeweils die Richtige war.

Es wurde durch die vielen Fernsehbilder bzw. auf Telekomsport für den Fan einfacher, die Szenen 5, 10 oder 100 Mal anzusehen, die Schiris haben das nicht (Entscheidung ad hoc) oder nur beim Videobeweis. Wenn es nach dessen Studium immer noch eine "fragwürdige" Entscheidung gibt, wirds dann argumentativ schon eng. Da bin ich dann aber wieder an dem Punkt, dass ich die Regeln, was er da nachträglich entscheiden darf und was nicht, nicht kenne.

Natürlich gehört "Schimpfen auf den Schiri" zum Sport dazu, auch wenns die nicht leicht haben. Ich möchte diesen Job auch nicht machen.

Aber es gehört wohl auch Selbstkritik der Kritisierer mit dazu zu sagen:

- Das sind auch nur Menschen, die ihr Bestes geben.
- Bei 52 Vorrundenspielen sollte eine oder wenige wirkliche Fehlentscheidungen nicht der Aussschlag sein für oder
  gegen Playoffteilnahme
- Der Videobeweis ist nicht das Allheilmittel!


Trotz allem wäre es sicherlich der Akzeptanz förderlich, wenn mehr kommuniziert würde. Damit meine ich nicht mit den Spielern auf dem Eis, ausser die Captains und die Trainer, sondern mit den Fans. Im Stadion per Durchsage (die geht oft unter!) und ggf. dann mit einem Statement im Nachgang. Und man kann auch mal sagen, da lag jemand falsch. Nen Fehler eingestehen zeugt von Größe (Fehler macht jeder), beruhigt die Gemüter und führt zu Lernprozessen.

Geradlinigkeit ja, ist wichtig. Aber dann kommt wieder jeder und verlangt Fingerspitzengefühl.

Was aber gar nicht geht sind Selbstdarsteller und Gockel auf dem Eis, die meinen, es dreht sich alles um sie. Aber auch das ist sicherlich ne subjektive Wahrnehmung.

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Zu den EEEYYYYY-Schreiern mal:

Die gibt es ja in verschiedenen Kategorien:

- die Regelunkundigen, die einfach bei jedem Körperkontakt  gegen das eigene Team schreien.

- die Mitläufer,  die schreien, weil die anderen schreien. 

- die Regelkundigen, die nur bei tatsächlichen Vergehen schreien ( oder eben einer aus ihrer Perspektive nach einem vergehen  aussehender Situation )

- die Regelkundigen, die EEEYYYYY schreien, sich zum Nachbarn drehen und sagen "War nix". Der Schrei dient da dann eher der Beeinflussung des Schiedsrichters. (Klappt eher selten, aber eben doch ab und zu)

 

Nur mal so um nicht den Eindruck entstehen zu lassen, die Schreihälse hätten alle keine Ahnung von den Regeln.

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Selbst in der NHL gibt es immer wieder bzw. vermehrt Schiri-Diskussionen. So ist es auch nicht. Im Großen und Ganzen allerdings nicht in der DEL Häufigkeit.

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vor 3 Minuten schrieb Bubba:

Selbst in der NHL gibt es immer wieder bzw. vermehrt Schiri-Diskussionen. So ist es auch nicht. Im Großen und Ganzen allerdings nicht in der DEL Häufigkeit.

Wobei der deutsche an sich schon sehr gern meckert. ? 

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